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Weil die Experten-Jury von vornherein auf die größtmögliche Akzeptanz bei sämtlichen Benutzern der Euro-Banknoten abzielte, ging der Entscheidung eine Meinungsumfrage über die einzelnen Entwürfe voraus. Befragt wurden Privatpersonen und Leute, die berufsmäßig mit großen Bargeldbeträgen umgehen, z.B. Taxifahrer und Bankkassierer.
Die neuen Euro-Scheine zeigen Zeitalter und Stile in Europa. Jeder der sieben Scheine steht für eine Epoche der europäischen Kulturgeschichte - in der Zusammenschau ein kleines Geschichts-Album. Die Banknotenserie schlägt die Brücke von der Vergangenheit in die Zukunft. Sie vermittelt den Aufbruch in das neue, vereinigte Europa mit seinem gemeinsamen Kulturerbe. Das Europäische Währungsinstitut sieht darin die "Vision von einer gemeinsamen Zukunft im kommenden Jahrhundert".
Die Geld-Designer wollten keinerlei Anlaß bieten für nationale Eifersüchteleien. Deshalb wurde auf prominente Köpfe oder berühmte nationale Bau- und Kunstwerke bewußt verzichtet. Die Motive - Fenster, Tore und Brücken - haben keinen Bezug zu ganz bestimmten Denkmälern, sondern stehen stellvertretend für Stilelemente, die in ganz Europa zu finden sind.
Über die Festlegung weiterer technischer Details und die Einbeziehung modernster Sicherheitsmerkmale (z.B. Sicherheitsfaden, reflektierende Folien) hat 1998 die neue Europäische Zentralbank entschieden. Die neue Notenserie ist insgesamt ein gelungener Wurf.
Beim neuen Geld wird Verbraucherschutz groß geschrieben und alles getan, Geldfälschern und Gaunern das Handwerk zu erschweren. Hier ist auch an die sieben Millionen sehbehinderten Menschen in der EU gedacht worden. Vier Merkmale der neuen Scheine werden den Sehbehinderten - aber auch vielen alten Menschen - die Unterscheidung zwischen den einzelnen Banknoten erleichtern:
Hauptfarben der Banknoten:
Ähnliche Farben bei verschiedenen Banknoten bedeuten Verwechslungsgefahr.
Da vergreift man sich leicht zu seinem Nachteil.
Anders beim Euro: Jeder Geldschein erhält durch eine markante Hauptfarbe sein unverwechselbares Gepräge.
Die Palette reicht von
Grau für den 5er, über
Rot für den 10er,
Blau für den 20er,
Orange für den 50er,
Grün für den 100er,
Gelblich-braun für den 200er bis zu
Lila für den 500er Euro.
Was manche auf den ersten Blick als zu bunt empfinden, dient in Wirklichkeit der Unterscheidbarkeit -
und damit dem Verbraucherschutz.
Tasteigenschaften des Drucks:
Gut tastbare Zeichen helfen den Sehbehinderten, die einzelnen Stückelungen zu unterscheiden.
Stichtiefdruck ermöglicht den Druck eines deutlich tastbaren Farbreliefs.
Die Tastzeichen werden am Rand oder in einer Ecke der Banknoten platziert.
Deutlich erkennbare und lesbare Ziffern:
Prägnant und in klarer Absetzung vom Bildmotiv erscheinen großformatig die Ziffern
des jeweiligen Geldwertes stets an gleicher Stelle.
Diese Ziffern (5, 10, 20, etc.) helfen überdies, die Richtung zu bestimmen,
in der die Banknoten in Automaten einzuführen sind.
Mit dem Aussehen des neuen Geldes können Sie sich schon heute vertraut machen. Publikationen mit den Abbildungen der Euro-Scheine und -münzen können Sie kostenlos anfordern bei: Bundesministerium der Finanzen, Referat Presse und Information,11016 Berlin, Tel. 01888-6821796.
Auch im Internet kann man das neue Geld in Augenschein nehmen bzw. herunterladen.
Beispiele: www.europarl.de/euro/scheine.htm,
www.bundesfinanzministerium.de
Das Euro-Zeichen
Das Zeichen der neuen Währung ist ein
mit markantem Doppel-Querstrich.
Dieses Markenzeichen für den Euro hat einen hohen Wiedererkennungswert
und wird in einigen Jahren eine ähnliche weltweite Bekanntheit erreichen wie das Dollarzeichen $.
Das
ist als Abkürzung für den Euro von großer praktischer Bedeutung
und wird in Zukunft auf keiner neuen Computer- und Schreibmaschinentastatur fehlen.
Hinweis: Bei der Abbildung von Scheinen und Münzen auf den folgenden Seiten sind aus Sicherheitsgründen
nicht alle Einzelheiten und Sicherheitsmerkmale wiedergegeben.
Tip: Bei allen bargeldlosen Zahlungen müssen Sie in der Übergangszeit bis Ende 2001 angeben, in welcher Währungsbezeichnung Sie zahlen wollen: in D-Mark oder in Euro. Alle Vordrucke, ob es nun Schecks, Überweisungsträger, Vordrucke für Nachnahmesendungen oder Scheckpakete sind, weisen neuerdings bei dem Feld für die Angabe des Betrages ein Feld für die Währungsbezeichnung auf. Die gültigen Abkürzungen sind DM oder DEM für D-Mark und EUR für Euro.
Banknotenentwurf © Europäisches Währungsinstitut, 1997, © Europäische Zentralbank 1998; Alle Rechte vorbehalten
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Redaktion netSCHOOL 2001